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Frau Messemer (links im
Foto) geht nach ihrer Hier sind Ihre ersten Eindrücke aus Thailand
(September 2010): Hallo ihr Lieben, ich möchte euch viele Grüße aus der School for
Life/ Chiang Mai schicken. Zuerst einen kurzen Einblick über die Kinder, die
in der Schule leben: Die School for Life nimmt Kinder aus schwierigen
Verhältnissen auf. Auch wenn den Anfang Aids-Waisen machten, sind
mittlerweile andere Kinder hinzugekommen. Waisenkinder, die den Tsunami
überlebten, Kinder, deren Eltern auf der Flucht umgekommen oder verschollen
sind, Kinder, die Situationen der Brutalität und Misshandlung entkamen oder
Kinder der Bergstämme aus entlegenen Gegenden, die bisher kaum die Chance
hatten, eine Schule zu besuchen. Ich bin nun seit zwei Wochen
hier und es gibt immer noch jeden Tag viel Neues und Unbekanntes. Die ersten Tage waren sehr schwer. Die
Schule liegt mitten im Wald, etwa 45 Minuten von Chiang Mai entfernt und das
nächste kleine Bergdorf ist ca. 10 Minuten entfernt. Das bedeutet, man kann
nicht kurz einkaufen gehen oder ein paar kleine Erledigungen machen (vor
allem weil ich nicht einmal alleine aus dem Wald herausfinde;-)). Meine
kleine Hütte hat einen Steinboden, einen Wasserschlauch zum Duschen und viele
kleine Krabbeltierchen, Geckos und Spinnen sind meine Mitbewohner. Das alles
sind Dinge, die einem einen kleinen“
Kulturschock“ verpassen. Die Kinder sind in
Familiengruppen aufgeteilt, je Familie ca. 20 -25 Kinder. Sie versorgen sich
selber und lernen den Wald als Lebensraum zu nutzen. Was ich so toll finde
und was mich wirklich fasziniert, ist der Zusammenhalt zwischen den Kindern.
Es gibt viele schlimme Kindergeschichten, ich kenne nur wenige bist jetzt,
z.B. die von Cob, den seine
überforderte und gewalttätige Großmutter
jahrelang in einer Kiste gefangen hielt. Wenn ich ihn hier in der
Schule sehe, kann ich mir das gar nicht vorstellen, er ist so aktiv und
motiviert. Ein wichtiger Punkt, der mir
vor allem zu Beginn den Einstieg erleichtert hat, ist die Freundlichkeit der
Mitarbeiter an der Schule. Eine deutsche Mitarbeiterin, die vorher ebenfalls
Volontärin war, hat mir alle
vorgestellt und ich wurde total herzlich aufgenommen. Vor allem die Kinder sind sehr offen und
herzlich und freuen sich über jede Zeit die man sich für sie nimmt. Vorher habe ich mir Gedanken
gemacht, wie ich am besten auf sie zugehen kann, damit sie Vertrauen zu mir
aufbauen können. Das alles ging wie
von selbst und ich war schon nach einigen Tagen richtig integriert. Namen zu merken war noch nie
meine Stärke, aber Thai-Namen zu merken ist totaaaaal schwer. Jeder Thai hat
(Gott sei Dank) einen Spitznamen, die sind jedenfalls ein wenig kürzer wie
die Vornamen. Leider sprechen nur
wenige Lehrer Englisch und die Kinder,
trotz Englischunterricht, auch nicht. Aber ich arbeite hart an meinem
Thai-Wortschatz! Und wie ist das Essen? „Arooi mak mak“ – Es schmeckt seeeehr gut
und ist natürlich SPICY! Ich liebe
alles zu probieren, dazu zählten auch frittierte Schweinehaut und
Heuschrecken. J Hoffentlich konnte ich euch einen kleinen Einblick
geben und freue mich, wenn wir dadurch einen besseren Kontakt zwischen den
Schulen herstellen können. Ich melde mich bald wieder, bis dahin eine schöne
Zeit Viele liebe Grüße Anne Messemer |